Die Fertigung von Tastatur und Mechanik
Die Tasten werden aus dem gleichen Material hergestellt wie der Resonanzboden
Diese Seite beschreibt die Herstellung der Tastatur.
Das selbe Holz wie beim Resonanzboden wird auch für die Tasten verwendet. Sitkafichte und japanische Fichte verziehen sich praktisch überhaupt nicht.

Die Tasten werden in ihre endgültige Form gebracht. Die roten Elemente in der Mitte sind mit Filz ausgekleidete Löcher, die genau auf einen kleinen Metallstab passen, der sich unter den Tasten befindet. Sitzen die Tasten zu fest, bewegen sie sich nicht ordentlich. Sitzen sie zu locker, wackeln sie und die Bewegung ist ungleichmäßig. Deshalb werden die Tasten sorgfältig angepasst, damit sie sich langsam senken, nachdem sie angehoben und dann losgelassen werden.
Die Mechanik: Präzise bis auf 0,05 Millimeter
Die Mechanik wird in einem eigenen Prozess hergestellt.
Die Mechanik ist ein komplexes System aus Holz, Metallstiften, Filz und anderen Komponenten. Wenn die Verbindungen zwischen den Teilen zu fest sind, klemmen sie und bewegen sich nicht ordentlich. Sind die Verbindungen zu locker, wackeln sie und die Bewegung ist ungleichmäßig. Deshalb muss die Mechanik präzise eingestellt werden. Der rote Filz wird zudem geschmiert, um eine gleichmäßige Bewegung zu gewährleisten.
Die Mechanik besteht fast vollständig aus Holz, die Toleranz beim Schneiden und Fräsen beträgt 0,05 Millimeter.


Hammerfilz aus 100% Wolle
Als nächstes sind die Hämmer an der Reihe, die zur Mechanik gehören. Zuerst werden weiße Filzplatten aus reiner Wolle in dreieckige oder trapezförmige Formen geschnitten, die zum jeweiligen Modell passen. Die Hämmer werden vom Bass- zum Diskantbereich der Klaviatur kleiner, der Querschnitt ist also nicht durchgehend gleich. Der Filz wird dann ruhen gelassen, damit sich die Fasern entspannen. Schließlich wird Klebstoff aufgetragen und der Filz um den Holzkern gewickelt – dann ist der Hammer fertig.
