Piano mit automatischer Begleitung zu Beethovens Zeiten

19th-century piano

Moderne Pianos haben üblicherweise drei Pedale. Darunter ist das Sustain-Pedal, mit dem die Noten ausklingen können, und das Una-Corda-Pedal, mit dem das Spiel leiser wird.

Zu Beethovens Lebzeiten, als Pianos Symbole der Spitzentechnologie waren, wurden häufig vier oder mehr Pedale eingebaut. In Wien baute ein Mann namens Georg Haschka Pianos, die dafür bekannt waren, viele Pedale zu haben – eines der Instrumente hatte ganze acht Pedale. Der Zweck der Pedale zur damaligen Zeit war es, den Ton und das Timbre der Noten zu verändern, wie das Register einer Orgel. Ein typisches Beispiel ist das sogenannte Janitscharen-Pedal, mit dem Becken, Glocken und Trommeln synchron zur Klaviatur gespielt werden konnten, um eine türkische Militärkapelle zu simulieren. Man könnte also sagen, dass dies die Version des 19. Jahrhunderts einer automatischen Begleitung war, wie wir sie heute beispielsweise bei disklavier Pianos finden.

(Quelle: „Ongaku Kikai Gekijo“ von Hiroshi Watanabe, 1997; herausgegeben von Shinsho-kan)